Das ist stauss®-Ziegelgewebe (Ziegelrabitz):

 

 

Vor über hundert Jahren führte ein "tierisches" Problem zur Entwicklung des bis heute erfolgreichsten Putzträgers der Geschichte: stauss®-Ziegelgewebe.
Schuld daran war die Erblindung wertvoller Zuchthengste in königlich preußischen Gestüten, durch herabfallende Kalkputzteile. Damalige Putzträger, wie Schilfrohr, Holzlattungen oder Drahtgitter widerstanden weder den Ammoniakdämpfen der Stallungen noch den feuchten Mauern. Um 1880 fanden mannigfaltige Forschungen statt, um im Rahmen einer Ausschreibung dieser Probleme Herr zu werden.


Die Gebrüder Stauss experimentierten mit dünnem Drahtgewebe (= Armierung  und Tonköpfen (= Putzgrund) an den Kreuzungspunkten. Dies führte 1889 zur 1. Patentschrift. Sehr schnell stellte sich heraus, daß der neu entwickelte Putzträger für sehr viele Einsatzbereiche eine Revolution darstellte. Schwierige Putzgründe wie Holz, Beton und auch Mischmauerwerk konnten dauerhaft verputzt werden. Durch Brände in Manufakturen (Lagerhäusern) wurde festgestellt, daß Holztrame, ja sogar temperaturempfindliche Bauteile wie Grauguss- und Steingutsäulen den Brand überstanden, soweit sie mit stauss® ummantelt und verputzt waren.


Brandschutz ist auch heute noch ein wichtiger Einsatz von stauss®-Ziegelgewebe (z.B.: DIN 4102-F90 !). Mitverantwortlich hierfür ist der gleiche Wärmedehnfaktor von stauss® und Putz - ein entscheidender Vorteil gegenüber Gitter und Platten, die sich bei Temperaturschwankungen lockerarbeiten. stauss®-Ziegelgewebe wurde durch die Einführung der klassischen stauss®-Raute noch einmal verbessert. Sie bietet:

 

a) größtmögliche Oberfläche für Putzhaftung

b) Beweglichkeit in allen drei Ebenen
c) Verkrallung des Putzes durch Gewebe

 

 

stauss®-Ziegelgewebe ist einfach zu formen und passt sich den gewünschten Gegebenheiten an. Sobald der übliche, scharfe Zementvorspritzer aufgebracht ist, wird der Putzträger steif. Die folgenden Putze sind meistens Mineralputze und können rissfrei, unabhängig vom Untergrund, aufgebracht werden.


stauss®, verputzt, braucht nur alle 50 cm Montagepunkte und ist ein sehr gut tragfähiger "Dünnaufbau". Gerade bei Wandkonstruktionen und Dachausbauten ist dies von Vorteil (z.B.: Waschbecken etc.). Guter Schall- und Brandschutz sowie der Charakter einer Ziegelwand (kein Barackenklima !) machen stauss® zu einem modernen Baustoff.

 

Für den Biologen: stauss® ist kein Faraday´scher Käfig (keine leitenden Kreuzungspunkte) aber ein guter Blitzschutz (Oberflächen-Hochspannungsleiter). Qualität und Anforderungen sind in der ÖNORM B3645 festgelegt. Aus Sicherheits- und Haftungsgründen ist der Einsatz von ÖNORM-gerechtem stauss®-Ziegelgewebe vorgeschrieben.

 

 

 

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